{"id":611,"date":"2012-02-06T15:08:44","date_gmt":"2012-02-06T14:08:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.baer-coach.de\/tatze\/?p=611"},"modified":"2015-02-01T10:14:47","modified_gmt":"2015-02-01T09:14:47","slug":"parallelen-zur-geschichte-der-ddr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/parallelen-zur-geschichte-der-ddr","title":{"rendered":"Parallelen zur Geschichte der DDR"},"content":{"rendered":"
[…] Der vorauseilende Gehorsam deutscher Politiker und Medien zur krampfhaften \u00dcbernahme der englischen Sprache, den Sie in Ihrem Buch auch gut zeigen, ist mir schon anderweitig begegnet. Heinrich Mann hat das bereits im \u2019Untertan\u2019 hervorragend demonstriert. Ich glaube, dass vielen Ostdeutschen dieser Untertanengeist dadurch abhanden gekommen ist, dass sich die DDR-Regierungen selbst immer l\u00e4cherlich gemacht haben. Die Witze aus dieser Zeit beweisen das. <\/p>\n […] Das Medium Sprache fasziniert mich schon seit meiner Schulzeit. Als Abiturienten haben wir damals Victor Klemperers LTI gelesen und mit einem Schmunzeln das \u2019DDRsch\u2019 herausgelesen. Die Schlagworte der DDR-Zeit waren ja harmlos, weil diese prim\u00e4r in der Muttersprache entstanden. Trotz des gewaltigen politischen Ein\ufb02usses haben es nur sehr wenige \u2019Russizismen\u2019 in das DDRsch gescha\ufb00t. Das DDR-Volk reagierte mit intelligenten Wort- und Witzsch\u00f6pfungen auf das inhaltsleere Geschwafel seiner \u2019Regierigen\u2019. Auch an der (schlechten) Sprache ist die DDR gescheitert.<\/p>\n
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