{"id":4495,"date":"2011-08-19T15:33:39","date_gmt":"2011-08-19T14:33:39","guid":{"rendered":"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/?p=4495"},"modified":"2017-12-07T18:56:40","modified_gmt":"2017-12-07T17:56:40","slug":"inhalt-in-38-thesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/inhalt-in-38-thesen","title":{"rendered":"Von Babylon nach Globylon &#8211; Inhalt in 38 Thesen"},"content":{"rendered":"<p>Die Thesen in vier Abschnitten:<\/p>\n<p>A: \u00dcber die Weltsprache<br \/>\nB: \u00dcber die Muttersprachen und Englisch<br \/>\nC: \u00dcber die Sprachen der Wissenschaft<br \/>\nD: \u00dcber die Sprache der B\u00fcrger im Alltag<\/p>\n<p><strong>Abschnitt A: \u00dcber die Weltsprache<\/strong><\/p>\n<p><em>1 &#8211;   Alle verwechseln die Weltsprache mit Englisch<\/em><\/p>\n<p>Die Weltsprache sieht zwar aus wie Englisch und sie klingt wie Englisch &#8211; ist aber meist nur schlechtes Englisch. Immer \u00f6fter ist eher Globisch die Weltsprache f\u00fcr jenes Drittel der Weltb\u00fcrger, die in irgendeiner Form des Englischen bereits irgendwie miteinander verkehren &#8211; die meisten davon mehr schlecht als recht. (S. 16) <\/p>\n<p><em>2 &#8211;   Nur eine Minderheit der Weltbev\u00f6lkerung beherrscht gutes Englisch<\/em><\/p>\n<p>Von den sieben Milliarden der Weltbev\u00f6lkerung sprechen knapp f\u00fcnf Prozent Englisch als ihre Muttersprache. Insgesamt benutzt etwa ein Drittel Englisch, oder was man daf\u00fcr halten kann. Zwei Drittel der Menschheit kann \u00fcberhaupt kein Englisch, das es zu verbessern g\u00e4be. Wie diese qualifizierte Mehrheit gutes Englisch erwirbt? Der Anspruch, dass ein gutes Englisch die Weltsprache sei oder sein m\u00fcsse, ist daher verwegen, jedenfalls irreal. (S. 16) <\/p>\n<p><em>3 &#8211;   Die englischen Muttersprachler \u00fcberfordern den Rest der Welt<\/em><\/p>\n<p>Die rund zwei Milliarden Benutzer von meist schlechtem Englisch (oder Globisch) sind in aller Regel mit gutem Englisch \u00fcberfordert. So geht es beispielsweise den meisten Deutschen mit Englischkenntnissen, deren Qualit\u00e4t sie systematisch \u00fcbersch\u00e4tzen. Wer seinerseits im globalen Verkehr ein gutes Englisch verwendet, behindert die Kommunikation, denn er tr\u00e4gt zur Produktion von Missverst\u00e4ndnissen bei.  (S. 16) <\/p>\n<p><em>4 &#8211;   \u00dcberlegenes Englisch geht stets auf Kosten der Anderen<\/em><\/p>\n<p>Einen Nutzen aus seiner sprachlichen \u00dcberlegenheit genie\u00dft der englische Muttersprachler nur, wo es darum geht andere zu \u00fcbervorteilen, etwa in der Politik oder bei Vertr\u00e4gen, mit denen er den Kontrahenten \u00fcber den Tisch zieht. In allen \u00fcbrigen Situationen des wirtschaftlichen Alltags erreichen die Gesch\u00e4ftspartner mit dem Gleichlang des Globischen gemeinsam mehr. <\/p>\n<p><em>5 &#8211;   Als Weltsprache eignet sich globisches Englisch besser<\/em><\/p>\n<p>Globisch ist ein funktionsf\u00e4higes Zweckenglisch f\u00fcr den Alltagsbedarf des Gesch\u00e4ftslebens. Wo Globisch nicht gen\u00fcgt &#8211; f\u00fcr Verhandlungen auf h\u00f6chster Ebene -, gen\u00fcgt auch gutes Englisch nicht. Da gen\u00fcgt nur makelloses Englisch in professioneller Fehlerlosigkeit. Dazwischen gibt es keinen gleitenden \u00dcbergang, nur Profis k\u00f6nnen da mithalten &#8211; keine Halbprofis, keine ambitionierten Amateure. (S. 19) <\/p>\n<p><em>6 &#8211;   Globisch wird 200mal besser verstanden als Englisch<\/em><\/p>\n<p>Globisch hat einen begrenzten Wortschatz, eine reduzierte Grammatik und Beschr\u00e4nkungen im Sprachgebrauch. Das entspricht dem tats\u00e4chlichen Gebrauch der Weltsprache. Jeglicher Mehraufwand f\u00fcr besseres Englisch ist ein privater Luxus, keine wirtschaftliche Notwendigkeit. Wieso 200 mal? Es k\u00f6nnte auch 500 mal sein. (S. 24) <\/p>\n<p><em>7 &#8211;   Verhandlungssicheres Englisch erwerben nur Wenige<\/em><\/p>\n<p>Nur zwei Sub-Submilieus der Gesellschaft erlangen muttersprachliches Englischniveau und nur sie k\u00f6nnen mit Muttersprachlern ebenb\u00fcrtig verkehren: Das sind erstens die von Hause aus Sprachprivilegierten sowie zweitens die Dolmetscher und \u00dcbersetzer. Alle anderen sind mit Globisch besser bedient, denn Spitzenenglisch zu erstreben, ist eine Illusion. Auch zehnmal so viel Englischstunden in der Schule w\u00fcrden daran wenig \u00e4ndern. Sprachprivilegierter wird, wer f\u00fcnf Jahre in einer englischen Umgebung zubringt, die ihm kein deutsches Wort durchgehen l\u00e4sst; au\u00dferdem muss er sprachbegabt sein und flei\u00dfig englische Literatur lesen. Schulenglisch liefert daf\u00fcr die Ausgangsbasis, mehr nicht. Mehr k\u00f6nnte keine Schule der Welt leisten, selbst wenn sie s\u00e4mtliche F\u00e4cher auf Englisch unterrichtete. (S. 110 ff.) <\/p>\n<p><em>8 &#8211;   Gutes Englisch ist aristokratisch und n\u00fctzt keiner Allgemeinheit<\/em><\/p>\n<p>Hochenglisch ist die Kultursprache der angels\u00e4chsischen Oberschicht, mit der sie sich den P\u00f6bel vom Halse h\u00e4lt und vorwitzige Fremde an der Nase herumf\u00fchrt. \u00c4hnliches kommt auch im Deutschen vor, aber nicht in dieser kalkulierten Krassheit. Globisch ist dagegen eine demokratische Sprache; sie dient dazu, dass alle Weltb\u00fcrger einander verstehen. <\/p>\n<p><em>9 &#8211;   Als Englisch gilt auch der &#8222;globalesische&#8220; Sprachm\u00fcll<\/em><\/p>\n<p>Globalesisch (nicht zu verwechseln mit Globisch) ist die Tarnsprache einer neureichen Scheinelite im Gesch\u00e4ftsleben. Mit dieser Variante des Englischen vernebelt sie Zusammenh\u00e4nge statt Klarheit zu schaffen. Zugleich dient ihr globalesisches Idiom dazu, sich von allen Anderen abzugrenzen. Das akademische Halbenglisch ist, was Hochschullehrer (meist mit dem geb\u00fchrenden schlechten Gewissen) f\u00fcr passables Englisch halten. Merke: Neureiche sowie Sprachprotzer z\u00e4hlen nicht zum Adel. (S. 19 ff., 26, 84, 129, 179, 213 ff.) <\/p>\n<p><em>10 &#8211;   Globisch ist eine bessere Weltsprache als jedes andere Englisch<\/em><\/p>\n<p>Globisch dient ausschlie\u00dflich der schn\u00f6rkellosen Information und der n\u00fcchternen Kommunikation. Mit Kultur, Kunst, Poesie, Sch\u00f6nheit hat Globisch nichts zu tun &#8211; es erm\u00f6glicht nur die fehlerarme Verst\u00e4ndigung. Demgegen\u00fcber haben Bad Simple English (BSE) und Hochenglisch eines gemeinsam: Sie provozieren Missverst\u00e4ndnisse, und die kommen teuer. (S. 156 ff., 171 ff.) <\/p>\n<p><em>11 &#8211;   F\u00fcr den Export brauchen wir kein besseres Englisch<\/em><\/p>\n<p>Exportweltmeister waren wir, als unsere Kaufleute und Ingenieure Englisch erst in der Oberstufe gelernt haben (nach so furchtbar nutzlosen Sprachen wie Latein und Altgriechisch). Seit wir so viel Aufhebens um Englisch machen, sind wir hinter China und die USA auf den dritten Platz zur\u00fcckgefallen. Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat? Nichts. (S. 146 ff.) <\/p>\n<p><strong>Abschnitt B: \u00dcber die Muttersprachen und Englisch<\/strong><\/p>\n<p><em>12 &#8211;   Als Konzernsprache blockiert Englisch die Verst\u00e4ndigung<\/em><\/p>\n<p>Wer zur Sache etwas Wichtiges beizutragen h\u00e4tte, aber auf Englisch f\u00e4llt es ihm nicht ein, der h\u00e4lt den Mund und \u00fcberl\u00e4sst das Feld denen, die zwar Englisch k\u00f6nnen, oft aber sonst nichts draufhaben. Bei DaimlerChrysler gingen die Kosten der erzwungenen Konzernsprache Englisch in die Milliarden. Mit der Muttersprache plus Globisch plus dem Einsatz von Profis h\u00e4tte die Scheidung von Chrysler fr\u00fcher und billiger geschehen k\u00f6nnen, oder die Mesalliance h\u00e4tte sich sogar vermeiden lassen. (S. 155 f.) <\/p>\n<p><em>13 &#8211;   Bl\u00e4henglisch blockiert das Denken<\/em><\/p>\n<p>Mit der globalesischen (nicht der globischen) Variante der englischen Sprache \u00fcbernehmen die executives Versatzst\u00fccke einer Denkweise, die der unseren verwandt, aber nicht mit ihr identisch ist. Das globalesische Englisch, das eher zum Glauben als zum Verstehen verleitet, war bereits Geburtshelfer der weltweiten Finanzkrise. Mit seinen Englischkenntnissen m\u00fcsste man schon au\u00dferordentlich sprachbegabt (mehr als sprachfertig) sein, um in diese Falle nicht zu tappen. Aber sogar gutes Englisch (auch ohne die globalesischen Versatzst\u00fccke) kann uns behindern: Wenn uns das Bem\u00fchen \u00fcber Geb\u00fchr ablenkt; wenn wir Aufwand betreiben zu verstehen, was uns auf Englisch korrekt, aber unzug\u00e4nglich dargelegt wurde. Im gleichen Ma\u00dfe kommen wir nicht zum eigenen Denken \u00fcber das Gesagte: eine ziemlich infame, aber erfolgreiche Verhandlungstaktik, denn wer gibt schon zu, dass er nicht mitk\u00e4me? (S. 33 ff., 192 ff.) <\/p>\n<p><em>14 &#8211;   &#8222;Englisch ein Muss!&#8220; behindert de Experten<\/em><\/p>\n<p>Mit der Forderung nach &#8222;Englisch perfekt in Wort und Schrift&#8220; unterzieht man Fachleute einem nutzlosen Stress. Er hat mit der Sache nichts zu tun, schm\u00e4lert aber die F\u00e4higkeit die Leistung zu erbringen um die es eigentlich geht. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnen nicht einmal native speakers perfektes Englisch. So wird eine abstrakte Forderung nach Perfektion zu einer Norm erkl\u00e4rt, deren Ma\u00dfst\u00e4be willk\u00fcrlich verschiebbar sind &#8211; grober Unfug ist das. Sprachbegabte m\u00f6gen in solcher Lage noch punkten k\u00f6nnen, alle anderen werden ohne erkennbaren Nutzen gequ\u00e4lt. Keiner bekommt, was er braucht: die <strong>angemessenen<\/strong> Sprachkenntnisse. Wo Fachkenntnis weniger gilt als Sprachkenntnis, ist mit einem \u00fcberh\u00f6hten Anteil von Hochstaplern zu rechnen, die vor allem eines gut verstehen: ihre Selbstvermarktung. Kluge Unternehmer verabschieden sich von diesen kostspieligen Verwirrspielen. (S. 86 ff., 115) <\/p>\n<p><em>15 &#8211;   Standorte mit Zukunft pflegen die Muttersprache<\/em><\/p>\n<p>Die Muttersprache ist ein Produktionsfaktor, der in jeder Volkswirtschaft den Erfolg dirigiert. Das Denken des Forschers und Entwicklers gelingt in der eigenen Sprache in aller Regel besser als in fremden Sprachen. Als gepflegte Muttersprache nimmt sie auch Einfl\u00fcsse aus fremden Sprachen auf und kann sie zu ihrem Vorteil einverleiben. Die Abkehr von der Muttersprache hin zur englischen als Sprache der Wirtschaft- und der Wissenschaft riskiert den Verlust des mit der Muttersprache verbundenen Standortvorteils. Das implizite Versprechen auf Teilhabe an der Weltwirtschaft in englischer Sprache wiegt nichts, es ist kaum mehr als ein Lockvogel. Exporterfolge gab es, lange bevor Englisch zur anscheinend unverzichtbaren Voraussetzung f\u00fcr Exporterfolge avancierte. Verkaufen kann man &#8211; sogar radebrechend &#8211; in jeder Sprache, das haben wir jahrzehntelang bewiesen. Aber entwickeln muss man \u00fcberlegene Produkte in der eigenen Sprache. (S. 165 ff.) <\/p>\n<p><em>16 &#8211;   Englische Fr\u00fchf\u00f6rderung ist vergebliche Liebesm\u00fch<\/em><\/p>\n<p>Fr\u00fch gef\u00f6rderte Kinder werden in aller Regel vergebens auf Englisch indoktriniert und sie werden einem erh\u00f6hten Risiko des Stotterns ausgesetzt. Sp\u00e4testens zur Pubert\u00e4t werden sie von den Sp\u00e4tstartern \u00fcberholt, nicht nur eingeholt; das ist bereits erwiesen. Der Rummel um die Fr\u00fchf\u00f6rderung \u00e4hnelt der St\u00fcmperei mit Canap\u00e9s: Immer noch etwas draufzulegen verfeinert den Geschmack nicht mehr, es sieht nur nach mehr aus. Der ganze Aufwand w\u00e4re n\u00fctzlicher in die Muttersprache investiert &#8211; und k\u00e4me letztlich auch dem Englischlernen zugute. (S. 67 f.) <\/p>\n<p><em>17 &#8211;   Als erste Fremdsprache eignet sich Englisch besonders schlecht<\/em><\/p>\n<p>Der Einstieg erscheint so einfach, so werden die Sch\u00fcler zur Denkfaulheit verw\u00f6hnt. Sp\u00e4ter haben sie es schwer im Gel\u00e4nde des h\u00f6heren Englisch. Die Engl\u00e4nder und Amerikaner sind bereits zu tr\u00e4ge zum Fremdsprachenlernen, mithin sind sie schon jedem Chinesen unterlegen, der neben seinem Mandarin ein bisschen Globisch beherrscht. Eltern k\u00f6nnen sich getrost den gelegentlichen Zweifel erlauben, ob das Englischniveau, das sie f\u00fcr ihre Kinder als Ziel setzen, mit einer derart verfr\u00fchten \u00dcberbetonung des Englischen \u00fcberhaupt zu erreichen ist oder ob dieses sogar verhindert wird. Erwiesen ist seit langem, dass sich Latein, Russisch, sogar Franz\u00f6sisch als erste Fremdsprache besser eignen. (S. 65) <\/p>\n<p><em>18 &#8211;   Der Englischeifer n\u00e4hrt sich aus fragw\u00fcrdigen Motiven<\/em><\/p>\n<p>Die Motive f\u00fcr weitreichende Entscheidungen pro Englisch kontra Muttersprache verdienen einen Schuss gesunder Skepsis. Wo Englisch als schick gilt, sollte man sich an die Kurzlebigkeit der Mode erinnern. Besonders eklig ist der Klassend\u00fcnkel entlang von Sprachgrenzen, der aus dem Englischen her\u00fcberschwappt und bei uns in abgewandelter Form heimisch wird: Demzufolge ist Deutsch zwar geeignet die Einwanderer zu integrieren, aber f\u00fcr die eigenen Kinder gilt die Ausrichtung auf eine vollkommen englische Globalisierung; in manchen Submilieus hat man sich aus der Muttersprache bereits verabschiedet. Geradezu peinlich ist die Annahme, dass Englisch politisch korrekter w\u00e4re als Deutsch. (S. 60 ff.) <\/p>\n<p><em>19 &#8211;   Gutes Englisch l\u00e4sst sich sowieso nicht erzwingen<\/em><\/p>\n<p>Mit dem gesteigerten schulischen Aufwand f\u00fcr Englischziele, die von vorneherein irreal gesteckt sind, knicken die Schulbeh\u00f6rden gegen\u00fcber den \u00fcbereifrigen Eltern ein. So bedienen sie &#8211; wider besseres Wissen &#8211; die \u00c4ngste und den D\u00fcnkel der B\u00fcrger statt dem p\u00e4dagogisch Vern\u00fcnftigen zum Durchbruch zu verhelfen. Dem vorgesch\u00fctzten Ziel &#8211; m\u00f6glichst gute Englischkenntnisse f\u00fcr die Sch\u00fcler &#8211; n\u00e4hern sich die Schulen durch derlei willf\u00e4hriges Verhalten aber nicht. F\u00fcr gutes Englisch kann die Schule bestenfalls Grundlagen liefern, so wie sie es schon immer tat; daf\u00fcr ist es unn\u00f6tig den Aufwand f\u00fcr Englisch zu vervielfachen. Die Illusionen der Eltern m\u00fcssen Privatsache bleiben, sie zu bedienen ist keine Bildungsaufgabe des Staates. (S. 67 f.) <\/p>\n<p><em>20 &#8211;   Die weltweit wichtigste Sprache ist die eigene<\/em><\/p>\n<p>Die Muttersprache ist die erste Grundlage f\u00fcr jegliches Lernen. Vielleicht ist es notwendig zu erw\u00e4hnen, dass diese schlichte Erkenntnis von der Linguistik best\u00e4tigt wird: Ohne gutes Deutsch gibt es kein gutes Englisch , von Mathematik, Physik, Ethik, Geschichte ganz zu schweigen. Ohne Deutsch gibt es gute Noten nur im Sport. Diese Feststellung gilt f\u00fcr s\u00e4mtliche Muttersprachen und wird in den meisten Staaten der Welt folgerichtig beherzigt, au\u00dfer in Deutschland: Hier wird der Anteil des Deutschunterrichts zugunsten des Englischen zusehends verringert. Vielerorts gilt gar die Immersionsmethode als \u00fcberlegen, bei der einige oder sogar alle F\u00e4cher auf Englisch unterrichtet werden. Mit Ausnahme des Sports, und gerade da b\u00f6te sich eine Umkehrung an: Den Sport haben wir tats\u00e4chlich von den Engl\u00e4ndern (und Cricket haben wir noch immer nicht) gelernt. (S. 165 ff.) <\/p>\n<p><strong>Abschnitt C: \u00dcber die Sprachen der Wissenschaft<\/strong><\/p>\n<p><em>21 &#8211;   Die Wissenschaften ver\u00f6den in der Einengung auf Englisch<\/em><\/p>\n<p>Die Wissenschaften leben von der Vielfalt des Denkens, der Kulturen und der Sprachen. Schwergewichtige Beitr\u00e4ge zur Vermehrung des Wissens der Menschheit leistet, wer in eben der Sprache denkt, die er wirklich beherrscht, und in dieser Sprache vortr\u00e4gt und ver\u00f6ffentlicht. Das ist in aller Regel die Muttersprache &#8211; Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel. Auch diese Erkenntnis ist eine Binsenweisheit und auch sie geht verloren in der gegenw\u00e4rtigen Manie, dass alle Wissenschaft auf Englisch ausgerichtet sein m\u00fcsse. Monokultur laugt auf die Dauer den besten Boden aus. (S. 209 ff.) <\/p>\n<p><em>22 &#8211;   Die Chinesen forschen und entwickeln &#8211; nicht auf Englisch<\/em><\/p>\n<p>Wer vor den Chinesen, den Indern, Japanern und anderen den Respekt aufbringt, der ihnen geb\u00fchrt, wird von der Antwort nicht \u00fcberrascht sein, in welcher Sprache sie wohl ihre Wissenschaften betreiben m\u00f6gen? Sie tun es in der eigenen. Es gibt keine ernst zunehmende Quelle f\u00fcr die Annahme, dass beispielsweise China an dieser Regelung etwas \u00e4ndern wollte. (S. 81 f., 160 f., 205, 224, 295) <\/p>\n<p><em>23 &#8211;   Wissenschaft braucht die Terminologie in der Muttersprache <\/em><\/p>\n<p>Exzellente Wissenschaft entfaltet sich stets entlang der Terminologiesch\u00f6pfung in der eigenen Sprache. Verzichten wir auf diese Leistung und ersetzen wir sie durch \u00dcbernahme englischer Terminologien, k\u00f6nnen wir sie sp\u00e4ter in deutscher Sprache schwerlich wieder aufnehmen. Wie die Dinge liegen, werden wir den Verlust aber erst dann ernstnehmen, wenn wir gemerkt haben, dass es ohne Terminologie in der Muttersprache keinen Wiederaufstieg aus der Zweiten Liga der Wissenschaften gibt. Dorthin rutschen wir ab, wenn wir den gegenw\u00e4rtigen Trend weiter mitmachen; wir sind bereits unterwegs. (S. 185, 187) <\/p>\n<p><em>24 &#8211;   Lehre auf Halbenglisch ist weniger als die H\u00e4lfte<\/em><\/p>\n<p>Hochschullehre in akademischem Halbenglisch gebiert Absolventen, die Deutsch in ihrem Fach nicht mehr richtig und Englisch noch nicht richtig k\u00f6nnen. Man sollte sich erinnern: Der Lehrbetrieb auf Deutsch hat uns \u00fcber die Jahrzehnte mit Absolventen global vernetzt &#8211; die dann unsere Maschinen und Ger\u00e4te importiert haben. Unsere Erfolge im Export beruhen auch darauf, dass wir auf allgemeine und fachliche Bildung Wert gelegt haben, und zwar in deutscher Sprache, und auf englische Lehre verzichtet haben. Die Wissenschaftler wissen das, die Regierenden wollen es nicht h\u00f6ren, die zust\u00e4ndigen Ministerien ignorieren es bewusst und die indischen Studenten gehen (wenn ihnen Englisch am Herzen liegt) im Zweifel gleich in die USA. (S. 218) <\/p>\n<p><em>25 &#8211;   Publizieren in schlechtem Englisch blamiert den Autor<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr das akademische Publizieren gibt es eine intelligentere L\u00f6sung als sich mit einem kargen Englisch blo\u00dfzustellen. Die Frage ist berechtigt: Mit welchem Recht darf man Spitzenenglisch von Wissenschaftlern \u00fcberhaupt verlangen? Erkennbar wird hier ein Descartes&#8217;scher Analogieschluss unter dem Einfluss der Informationstechnik und des Internets: &#8222;Englisch muss ich k\u00f6nnen, also kann ich es.&#8220; Der Irrtum schmerzt: Die Meisten k\u00f6nnen es nicht, dem Kenner stockt der Atem. Dennoch gilt: Wissenschaftler m\u00fcssen auf Englisch publizieren. Warum tun sie es nicht zuerst in der Sprache, die das Denken befl\u00fcgelt (nicht einengt) und in der sie die Feinheiten ihrer Arbeit am besten darstellen k\u00f6nnen? Wegen der Kosten der \u00dcbersetzung (die ihnen keiner erstattet) oder aus Eitelkeit? Die \u00dcbertragung ins Englische kann nur Sache von Experten sein; experten der Sprache. Die Gesellschaft hat sich daf\u00fcr stark zu machen, dass es gen\u00fcgend dieser Profis gibt und, dass Akademiker sich ihrer bedienen k\u00f6nnen. (S. 211) <\/p>\n<p><em>26 &#8211;   F\u00fcr den akademischen Gedankenaustausch kann d\u00fcrftiges Englisch nicht gen\u00fcgen<\/em><\/p>\n<p>Radebrechen gen\u00fcgt f\u00fcr den Tourismus. Der akademische Gedankenaustausch in gebrochener Ausdrucksweise ist hingegen fragw\u00fcrdig. Dabei gehen als erstes jene Feinheiten verloren, um deren Austausch es im Grunde geht. Mangels aktiver (produktiver) Beherrschung der englischen Lingua franca bringen die nichtenglischen Muttersprachler nur gestammelte Beitr\u00e4ge hervor, wenn sie nicht sowieso widerwillig schweigen. So \u00fcberlassen sie jenen native speakers das Feld, die sich nicht genieren, auf Kosten der Z\u00f6gerlichen zu punkten. Den Wissenschaften ist damit nicht gedient, denn Sinn wird nur gestiftet, wenn sich jeder der Sprache bedient, in der er denkt und das Besondere an seiner Arbeit in allen erforderlichen Analogien erkl\u00e4ren kann. Das ist fast immer die Muttersprache. Die \u00dcbertragung des Gesagten ist daher eine Aufgabe f\u00fcr professionelle Dolmetscher. (S. 223) <\/p>\n<p><strong>Abschnitt D: \u00dcber die Sprache der B\u00fcrger im Alltag<\/strong><\/p>\n<p><em>27 &#8211;   Weltb\u00fcrger wird man nicht durch Liebedienerei<\/em><\/p>\n<p>Als Weltb\u00fcrger qualifiziert sich, wer sich auf Grundlage seiner kulturellen Herkunft dazu bekennt. Anderenfalls wirkt seine Hinwendung als peinlich oder sogar als Flucht vor seiner historischen Mitverantwortung. Als Deutscher und als \u00d6sterreicher entkommt man der Geschichte des 20. Jahrhunderts auch nicht durch Verleugnung der deutschen Sprache, so billig kommt keiner davon. Verzichtet er auf seine Muttersprache, bewirkt er das Gegenteil dessen, was er darstellen m\u00f6chte: Von Liebedienerei l\u00e4sst sich keiner zufriedenstellen; auch das eigene Gewissen l\u00e4sst sich nicht \u00fcbert\u00f6lpeln. Im \u00dcbrigen muss sich f\u00fcr die paar Rechtsextremen hierzulande keiner mehr sch\u00e4men als unsere Nachbarn f\u00fcr die ihren; es gibt sie bekanntlich auch im englischen Sprachraum. Ihretwegen auf die Muttersprache zu verzichten unglaubw\u00fcrdig. (S. 44 f.) <\/p>\n<p><em>28 &#8211;   Der Glaube an Englisch grenzt Millionen von Mitb\u00fcrgern aus<\/em><\/p>\n<p>Mit der geradezu religi\u00f6sen Verehrung der englischen auf Kosten der Landessprache widersprechen wir dem Grundgesetz. Den Einwanderern rauben wir das Motiv zum Erwerb einer menschenw\u00fcrdigen Teilhabe an der Gesellschaft vermittels der hier g\u00fcltigen Landessprache. Manche Minderheiten ohne Englischkenntnisse schlie\u00dfen wir aus der Alltagskommunikation aus, als g\u00e4be es sie nicht: die Alten, die es in der Schule nicht lernten, die Sprachschwachen, die funktionalen Analphabeten. Der einzige Stoff, der unsere Gesellschaft zusammenleimt, ist aber die Landessprache. Sprachpflege, n\u00e4mlich ein Schutz vor \u00dcbertreibung bei Entlehnungen, ist daher im Grunde eine gesellschaftliche Aufgabe und nicht nur eine Privatsache. (S. 69 ff.) <\/p>\n<p><em>29 &#8211;   &#8222;Englisch als Landessprache!&#8220; &#8211; eine Forderung ohne den geringsten Denkinhalt<\/em><\/p>\n<p>Englisch als Landessprache in Deutschland zu fordern ergibt noch weniger Sinn als die Chihuahua-Hunde f\u00fcr Polizeiaufgaben zu z\u00fcchten. Man muss nur zu Ende denken, unter welchen Anstrengungen so ein Ziel angestrebt und trotzdem nicht erreicht w\u00fcrde. Englisch als Landessprache fordert in aller Regel, wer sein Gestammel mit Englisch verwechselt und schon lange nicht mehr in der Presse erw\u00e4hnt wurde. (S. 229) <\/p>\n<p><em>30 &#8211;   Sprachpflege z\u00e4hlt zum Ressourcenschutz<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir die Muttersprache ernstnehmen, ist sie eine Quelle geistiger Energie. Sie ist unversiegbar, vorausgesetzt wir k\u00fcmmern uns um sie. Dann ist sie, was es nur in der Kultur, nicht in der Natur geben kann: ein Apparat der mehr Energie verf\u00fcgbar macht als man zu seinem Betrieb hineinstecken muss. Vernachl\u00e4ssigen wir die Sprache, so gilt jedoch der umgekehrte Fall: Wir verbrauchen die Substanz bis sie auf dem Niveau eines Dialektes dahinsiecht. So gesehen ist Sprache ein endlicher Rohstoff &#8211; da gibt es auch nichts mehr zu recyceln. (S. 187 ff.) <\/p>\n<p><em>31 &#8211;   Englisch als Gerichtssprache dient nicht dem Volk<\/em><\/p>\n<p>Aufgabe der Rechtsprechung ist die Wahrung des Rechtsfriedens. Wie das den Gerichten gelingen soll, wenn Zivilprozesse zunehmend auf Englisch gef\u00fchrt werden, hat bisher keiner befriedigend beantworten k\u00f6nnen. Prozessf\u00fchrung auf Englisch liegt im Interesse einer Minderheit, die keines Schutzes bedarf; au\u00dfer wenigen Spezialisten in den Anwaltskanzleien versteht hierzulande keiner das Juristenenglisch. Das Volk spricht Deutsch; es m\u00f6chte verstehen, was sich in seinem Namen vor den Gerichten im eigenen Lande abspielt. Und wenn es schon (ausnahmsweise!) Englisch sein muss, dann in in der Variante, die immerhin den Meisten im Lande noch zug\u00e4nglich ist oder gemacht werden kann: Globisch, nicht Hochenglisch. (S. 72 ff.) <\/p>\n<p><em>32 &#8211;   Als einigende Sprache braucht Europa &#8211; die Sprache seiner Gegner am wenigsten<\/em><\/p>\n<p>Europas einzigartiger Standortvorteil beruht auf der Vielfalt seiner Kulturen und Sprachen. Aus der Vielfalt gehen Gedanken hervor, die nicht zustande k\u00e4men, wenn sich alle Europ\u00e4er in einer gemeinsamen Sprache auszudr\u00fccken h\u00e4tten, schon gar nicht in der Sprache der erkl\u00e4rten Gegner Europas, und das sind die Engl\u00e4nder. Dass eine einheitliche Sprache v\u00f6lkerverbindende, friedensstiftende Kraft bes\u00e4\u00dfe, ist nicht beweisbar. Im Gegenteil: B\u00fcrgerkriege wie in Spanien, am Balkan, in Korea und anderswo wurden durch gemeinsame Sprache nicht verhindert. Die Muttersprachen Europas gewinnen ihre Geltung in dem Ma\u00dfe zur\u00fcck, wie das Br\u00fcsseler Gemenge aus Bad Simple English und Beamtenenglisch durch ein ordentliches Globisch ersetzt wird; zus\u00e4tzlich ben\u00f6tigt Europa mehr Dolmetscher und \u00dcbersetzer. (S. 90 ff.) <\/p>\n<p><em>33 &#8211;   Andere verwenden ihre Sprache als Waffe &#8211; wir nicht<\/em><\/p>\n<p>Wir denken gar nicht erst daran, unsere Muttersprache international als Waffe einzusetzen. Dabei mag es bleiben, kein vern\u00fcnftiger Mensch m\u00f6chte es r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Vern\u00fcnftig w\u00e4re indes auch, dass wir das Kolonialgehabe der Amerikaner und Briten immerhin als den Sprachimperialismus identifizieren, der er ist. Ihre bewusste (offen eingestandene) Sprachpolitik hat auch wirtschaftliche Folgen zu unseren Ungunsten. Wehren sollten wir uns auch gegen die Chuzpe, mit der &#8211; ausgerechnet &#8211; die europafeindlichsten EU-Mitglieder mit ihrer Sprache s\u00e4mtlichen anderen Mitgliedern britische Denkweisen aufzwingen. Einflussreiche Amerikaner f\u00fchren sich sogar so auf, als m\u00fcsste die Welt an ihrem Wesen genesen. Uns sollten solche T\u00f6ne bekannt vorkommen und skeptisch stimmen. (S. 36, 79 ff.) <\/p>\n<p><em>34 &#8211;   Erstes Opfer des Sprachimperialismus ist &#8211; Hochenglisch<\/em><\/p>\n<p>Der Sprachimperialismus macht paradoxerweise die englische Sprache zum ersten Opfer der Globalisierung: Die englische Kultursprache ist bedroht. Ihre nichtmuttersprachlichen Nutzer verflachen sie mit minderwertigem Englisch. Die Engl\u00e4nder selber unterscheiden noch nicht zwischen Globisch und Englisch und sie lassen es zu, dass der globalesische Jargon der Gesch\u00e4fts- und Finanzwelt als Hochenglisch durchgeht. Es w\u00e4re ein schwer zu verkraftendes Opfer des Sprachwandels, wenn die Sprache Shakespeares zertrampelt w\u00fcrde. (S. 59, 182 f.) <\/p>\n<p><em>35 &#8211;   Globisch n\u00fctzt allen Muttersprachen<\/em><\/p>\n<p>Die Erkenntnis, dass ein Drittel der globalen B\u00fcrger bereits Globisch spricht oder sich auf dem Umweg \u00fcber schlechtes Englisch auf Globisch zubewegt, k\u00f6nnte das Ende des g\u00e4ngigen Englischwahns von der Wiege bis zur Rente einleiten: So k\u00f6nnte die eigene Sprache (jede Muttersprache, auch die englische) den Spielraum zur\u00fcckgewinnen, den ihre Sprecher zum eigenen Denken und f\u00fcr eine geordnete Verst\u00e4ndigung ben\u00f6tigen. (S. 21 f, 60 ff.) <\/p>\n<p><em>36 &#8211;   Sprache ver\u00e4ndert sich nicht &#8211; sie wird ver\u00e4ndert<\/em><\/p>\n<p>Einer plappert es dem Anderen nach, dass sich die Sprache ver\u00e4ndere. Auch durch h\u00e4ufige Wiederholung wird dieser Satz nicht stimmiger. Tats\u00e4chlich ver\u00e4ndert nicht die Sprache sich, sondern sie wird ver\u00e4ndert, und zwar von denen, die sie gebrauchen oder missbrauchen. Das m\u00fcsste \u00fcber kurz oder lang auch den Linguisten auffallen, die sich \u00fcber die &#8222;selbsternannten Sprachsch\u00fctzer&#8220; mokieren. Wenn aber die Muttersprache derart gedankenlos misshandelt wird, liegt es nahe, dass sich andere um sie k\u00fcmmern, obwohl beispielsweise die Neonazis von guter Spracher besonders weit entfernt sind. An gepflegter Ver\u00e4nderung kann jeder mitwirken &#8211; durch bewussten Umgang mit seiner Muttersprache. (S. 54 ff.) <\/p>\n<p><em>37 &#8211;   &#8222;Daf\u00fcr gibt es kein deutsches Wort!&#8220; ist ein bl\u00f6des Argument<\/em><\/p>\n<p>Es ist schlie\u00dflich der Sinn von Wortsch\u00f6pfungen, dass neue Begriffe mit neuen W\u00f6rtern bezeichnet werden, sei es durch Neuerfindung, durch Umdeutung vorhandener W\u00f6rter aus dem Sprachschatz oder gegebenenfalls durch Entlehnung aus anderen Sprachen. &#8222;Gibt es nicht!&#8220; gibt es nicht in der Sprache. Nur Denkfaulheit (oder Denkverbot) spricht daf\u00fcr, dass man sich zur Einkleidung aus fremden Garderoben bedient, bevor man in der eigenen nachsieht. F\u00fcr ein wirklich neues Ding gibt es in keiner Sprache bereits ein Wort, nicht einmal in der englischen, und was die Amerikaner und Briten k\u00f6nnen (&#8222;Let&#8217;s call that a stalker&#8220;), kann jeder andere auch (&#8222;Dann nennen wir das doch den Nachsteller&#8220;). Manche fremdsprachlich gebildeten Engl\u00e4nder sind geradezu fasziniert von den M\u00f6glichkeiten, Neues in der deutschen Sprache begrifflich zu fassen. Indem wir uns auf die Gehirnw\u00e4sche einlassen, dass nur Englisch zu Neuem f\u00e4hig sei (&#8222;denn im Deutschen gibt es daf\u00fcr kein Wort&#8220;), setzen wir unsere Denkf\u00e4higkeit aufs Spiel. In der eigenen Sprache trauen wir uns nicht mehr zum Denken, wir schreiben ab &#8211; und machen dabei lauter Fehler. (S. 117 ff.) <\/p>\n<p><em>38 &#8211;   Die Muttersprache kommt kostenlos, nicht umsonst<\/em><\/p>\n<p>Die Muttersprache ist leichtes Gep\u00e4ck, leicht geht es verloren &#8211; f\u00fcr immer. Was manchen politisch Korrekten als Ersatz vorschwebt &#8211; das Weltsprachenenglisch &#8211; eignet sich als Ersatz f\u00fcr Muttersprachen am wenigsten. Genau das bl\u00fcht uns aber, wenn wir nicht eingreifen. (S. 182 ff.) <\/p>\n<p><strong>Dar\u00fcber hinaus<\/strong><\/p>\n<p>Im Abschnitt 6 &#8211; <em>Globisch lernen<\/em> des Buches <em>Von Babylon nach Globylon<\/em> erfahren Sie, was Sie tun m\u00fcssen, um Globisch zu beherrschen und was Sie dabei getrost \u00fcberspringen k\u00f6nnen: Globisch ist zwar kein Fingerschlecken, aber f\u00fcr jedermann in \u00fcberschaubarer Zeit erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Thesen in vier Abschnitten: A: \u00dcber die Weltsprache B: \u00dcber die Muttersprachen und Englisch C: \u00dcber die Sprachen der Wissenschaft D: \u00dcber die Sprache der B\u00fcrger im Alltag Abschnitt A: \u00dcber die Weltsprache 1 &#8211; Alle verwechseln die Weltsprache mit Englisch Die Weltsprache sieht zwar aus wie Englisch und sie klingt wie Englisch &#8211; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.7 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Von Babylon nach Globylon - Inhalt in 38 Thesen - baerentatze<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/inhalt-in-38-thesen\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Von Babylon nach Globylon - Inhalt in 38 Thesen - baerentatze\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Thesen in vier Abschnitten: A: \u00dcber die Weltsprache B: \u00dcber die Muttersprachen und Englisch C: \u00dcber die Sprachen der Wissenschaft D: \u00dcber die Sprache der B\u00fcrger im Alltag Abschnitt A: \u00dcber die Weltsprache 1 &#8211; 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