{"id":2393,"date":"2012-10-25T11:25:41","date_gmt":"2012-10-25T10:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.baer-coach.de\/tatze\/?p=2393"},"modified":"2017-12-07T18:10:58","modified_gmt":"2017-12-07T17:10:58","slug":"globisch-meinen-ohne-es-so-zu-nennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/globisch-meinen-ohne-es-so-zu-nennen","title":{"rendered":"Globisch meinen ohne es so zu nennen"},"content":{"rendered":"
„Der europ\u00e4ische Weg w\u00e4re noch ein bisschen m\u00fchsamer,“ f\u00e4hrt Trabant fort, „n\u00e4mlich der Weg einer europ\u00e4ischen Mehrsprachigkeit, die tats\u00e4chlich die Formel der offiziellen europ\u00e4ischen Sprachpolitik M+2F ernst nimmt: M, die ‚Muttersprache‘, bleibt das Gef\u00e4\u00df der europ\u00e4ischen Tradition, das in der Nation bewahrt und gepflegt wird. F1, Englisch, ist zu erlernen, aber auf seine internationale Kommunikationsfunktion zu reduzieren, als n\u00fctzliches Hilfsmittel, als Verkehrssprache<\/strong>. Es brauchte nicht, wie etwa in der aktuellen Intensiv-Anglisierung Deutschlands, mit gro\u00dfem Aufwand in den Rang einer zweiten Muttersprache gehoben <\/strong>zu werden, und es d\u00fcrfte vor allem nicht die alten Sprachen aus den wichtigsten Diskursdom\u00e4nen vertreiben.“ (Hervorhebungen durch die Redaktion) Der vollst\u00e4ndige Beitrag ist im Netz zu finden: Die Anglisierung der EU – Europa spricht mit gespaltener Zunge<\/a><\/p>\n Trabant unterscheidet das Englische vom Englischen, die Kultursprache von der Welthandels- und -verkehrssprache. Damit sagt er, was ich in ‚Von Babylon nach Globylon‘ anrege, mit einem Unterschied: Ich nenne das (nach Jean Paul Nerri\u00e8re) Globisch, nicht Englisch, damit die beiden nicht verwechselt werden. Sonst muss man sich fortw\u00e4hrend das Argument anh\u00f6ren, Englisch sei nun mal die Welt- und Kultursprache. Nein, „die Weltsprache ist nicht Englisch, sondern schlechtes Englisch,“ sagt der Cambridger Linguist David Crystal. Die Kultursprache Englisch, liebe Leute, ist f\u00fcr nahezu alle, die zu diesem Thema eine Meinung vorbringen, unerreichbar, weil viel zu schwierig, und daher als Weltverkehrssprache ungeeignet: Sie wird weltweit eben nicht verstanden. <\/p>\n Die Sache ist einfach: M+2F bedeutet dann sinnvollerweise f\u00fcr uns: Deutsch plus Globisch plus eine beliebige Fremdsprache, am besten die eines Nachbarn (kann auch Englisch sein, das Kulturenglisch). Mehr dazu gibt es hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" J\u00fcrgen Trabant erinnert in der FAZ an die Haltung der R\u00f6mer. Sie sch\u00e4tzten die Sprache der – kulturell \u00fcberlegenen – Griechen und bewahrten zugleich ihre eigene Sprache, Latein, und entwickelten es weiter zur dominierenden Sprache Europas. „Der europ\u00e4ische Weg w\u00e4re noch ein bisschen m\u00fchsamer,“ f\u00e4hrt Trabant fort, „n\u00e4mlich der Weg einer europ\u00e4ischen Mehrsprachigkeit, die tats\u00e4chlich […]<\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-2393","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-babylon"],"yoast_head":"\n