{"id":1905,"date":"2012-06-11T10:38:31","date_gmt":"2012-06-11T09:38:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.baer-coach.de\/tatze\/?p=1905"},"modified":"2015-06-09T13:22:41","modified_gmt":"2015-06-09T12:22:41","slug":"konzerne-verlassen-sich-nicht-auf-englisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/konzerne-verlassen-sich-nicht-auf-englisch","title":{"rendered":"Konzerne verlassen sich nicht auf Englisch"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_1956\" aria-describedby=\"caption-attachment-1956\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zwei-in-einem-p.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zwei-in-einem-p.jpg\" alt=\"\" title=\"zwei-in-einem-p\" width=\"480\" height=\"228\" class=\"size-full wp-image-1956\" srcset=\"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zwei-in-einem-p.jpg 480w, https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zwei-in-einem-p-300x142.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1956\" class=\"wp-caption-text\">&quot;Und halten Sie mir blo\u00df die Profis vom Leibe!&quot; (vier W\u00f6rter, zwei Fehler; Bild: Baer)<\/figcaption><\/figure><em>Der Dienst am Kunden, die Markenpflege und die Vergr\u00f6\u00dferung des Marktanteils bilden den st\u00e4rksten Antrieb f\u00fcr Gro\u00dfunternehmen in die Leistung von \u00dcbersetzern und Dolmetschern zu investieren. Mit Erfolg.<\/em> <\/p>\n<p>Gelegentlich schl\u00e4gt bei mir die Bitte auf: Welche Kosten verursacht der von mir so drastisch beklagte gedankenlose Umgang mit der Weltsprache und ob ich daf\u00fcr Beispiele liefern k\u00f6nne?<\/p>\n<p>Die Frage \u00fcberrascht mich. Muss man erst beweisen, dass miese Kommunikation Kosten verursacht, sogar Desaster ausl\u00f6sen kann? Es liegt doch auf der Hand: Ein durch Missverst\u00e4ndnisse verpatzter Besuchstermin wird durch ein beherztes Telefonat eingerenkt, und die Kosten betragen vielleicht 200 Euro \u2013 wei\u00df der Geier \u2013 oder 2.000 Euro. Geht der Kunde verloren, weil er nach einem Missverst\u00e4ndnis w\u00e4hrend der Verhandlung lieber bei der Konkurrenz unterschreibt, liegt der Schaden zwischen irgendeinem Betrag und dem Untergang des Unternehmens. <\/p>\n<p>Es wird so bald keine belastbaren Untersuchungen zu dieser Frage geben, denn meist wird den Beteiligten gar nicht erst deutlich, dass Sprache \u00fcberhaupt eine Rolle gespielt haben k\u00f6nnte, und wenn ja, in welchem Ausma\u00df sich das ausgewirkt h\u00e4tte. Es ist Kennzeichen der sprachlich Dickh\u00e4utigen, dass sie die kommunikativen Schneisen, die sie auf ihrem Marsch hinterlassen, gar nicht wahrnehmen. Hinzu kommt ihre Eitelkeit, und auch die gelegentliche Erfahrung, dass man Missverst\u00e4ndnisse beizeiten bemerkt und \u2013 notfalls mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen \u2013 irgendwie ausger\u00e4umt hat. Manchmal, aber nicht immer, vielleicht sogar nur selten &#8211; ist das so gelungen. Die Erinnerung t\u00e4uscht &#8211; selektiv. Das hat die empirische Psychologie bewiesen. <\/p>\n<p>Nun aber liegt eine umgekehrte Betrachtung vor: Was haben die Unternehmen davon, wenn sie das Thema \u00dcbersetzung ernstnehmen und zu diesem Zweck ihr Budget erh\u00f6hen? <em>Common Sense Advisory &#8211; Erkenntnisse f\u00fcr globale Martktf\u00fchrer \u2013 (CSA)<\/em> nennt Ergebnisse aus seiner Untersuchung unter den Unternehmen der <em>Fortune 500<\/em>-Liste. Diese haben ihre Aufwendungen f\u00fcr Translatoren (Dolmetscher und \u00dcbersetzer) im Jahr 2011 erh\u00f6ht trotz der vorherrschenden Ungewissheiten in den M\u00e4rkten. Und sie taten gut daran. Wer sich so verh\u00e4lt, kommt n\u00e4mlich mit 1,5 mal h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit in den Genuss besserer Ertr\u00e4ge. Dabei sind h\u00f6here Ums\u00e4tze nicht einmal ihr Hauptantrieb. Dieser liegt in der Verbesserung des Dienstes am Kunden, der Markenpflege und der Erh\u00f6hung des Marktanteils. <\/p>\n<p>CSA liefert dazu <a href=\"www.commonsenseadvisory.com\" target=\"_blank\">einige Zahlen<\/a>, die jeden Chef und seinen CFO gr\u00fcbeln machen. Hier nur eine: Drei Viertel dieser <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fortune_Global_500\" target=\"_blank\">Fortune 500-Unternehmen<\/a> haben sich neue M\u00e4rkte erschlossen, sei es global oder multikulti im eigenen Land. Das zergeht mir auf der Zunge: Diese Konzerne verlassen sich also nicht auf den Weltsprachenstatus des Englischen. W\u00e4hrend hierzulande \u00dcbersetzer in Firmenbudgets oft gar nicht vorkommen (\u201eGebensemaher, das \u00fcbersetz ich selber\u201c), weil die Manager glauben, mit Englisch als Konzernsprache seien sie bestens ausgestattet, stellen sich die Gro\u00dfen l\u00e4ngst darauf ein, was Sie bei mir beschrieben finden: Die L\u00f6sung liegt in einer je geeigneten Konstellation. Sie sieht im Prinzip so aus:<\/p>\n<blockquote><p>Muttersprache plus Globisch plus Translatoren<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Klartext: Die Verkehrssprachen des erfolgreichen Unternehmens sind als erstes die Muttersprachen sowie fallweise Globisch, und sie werden erg\u00e4nzt um professionelle Dienstleistungen des \u00dcbersetzens und Dolmetschens \u00fcberall dort, wo die Muttersprachen respektive Globisch nicht gen\u00fcgen.<\/p>\n<p>Vielleicht sollte man <a href=\"http:\/\/www.oliver-baer.de\/tatze\/babylon\/von-babylon-nach-globylon\" target=\"_blank\">Von Babylon nach Globylon<\/a> doch mal gelesen haben? Wer dazu keine Zeit findet: Ich erkl\u00e4re es auch gern in einem Vortrag, gegebenenfalls gehen wir das in einem Intensivseminar im einzelnen durch. Hier geht es zum <a href=\"http:\/\/www.oliver-baer.de\/copies\/Oliver-Baer_Sprecherprofil.pdf\" target=\"_blank\">Rednerprofil von Oliver Baer<\/a> (PDF zum Herunterladen). Der o.g. Verweis auf CSA f\u00fchrt zu einem englischsprachigen Beitrag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Dienst am Kunden, die Markenpflege und die Vergr\u00f6\u00dferung des Marktanteils bilden den st\u00e4rksten Antrieb f\u00fcr Gro\u00dfunternehmen in die Leistung von \u00dcbersetzern und Dolmetschern zu investieren. Mit Erfolg. 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