{"id":127,"date":"2008-03-10T20:09:38","date_gmt":"2008-03-10T19:09:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.baer-coach.de\/tatze\/archiv\/127"},"modified":"2009-02-26T17:24:58","modified_gmt":"2009-02-26T16:24:58","slug":"krieg-gegen-die-armut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oliver-baer.de\/tatze\/krieg-gegen-die-armut","title":{"rendered":"Krieg gegen die Armut"},"content":{"rendered":"
Die s\u00fcdafrikanische Regierung hat einen War Room<\/em> eingerichtet, f\u00fcr den War Against Poverty<\/em>, den Krieg gegen die Armut.<\/p>\n Eine Idee ganz nach dem Geschmack des Kollegen, den wir in Johannesburg besuchten. „Sie werden eine A-Bombe draufwerfen“, sagte er, „auf die Armut“. Auf Englisch klang das so: „They’ll nuke it.“ Nein, meinte ein anderer: „Gib ihr 24 Stunden, das Land zu verlassen, sonst setzt es was.“<\/p>\n Die \u00c4lteren erinnern sich vielleicht an den war room aus Stanley Kubricks Film Dr. Strangelove or: How I learned to Stop Worrying and love the Bomb<\/em> (Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben) aus dem Jahr 1964. Dort inszenierten psychopathische Gener\u00e4le, Politiker und Wissenschaftler ihre Vorstellung vom Krieg. <\/p>\n J\u00fcngeren Datums ist der Aufstand der Anst\u00e4ndigen, zu dem Kanzler Schr\u00f6der nach dem Brandanschlag auf die D\u00fcsseldorfer Synagoge aufrief. Kollege Charlier sah bereits Kohorten von Rentnern mit erhobenem Schirm durch die Stra\u00dfen ziehen, den Braunen viel Furcht einfl\u00f6\u00dfend. <\/p>\n Sprache in der Politik verr\u00e4t nun mal den Geisteszustand ihrer Benutzer. Zum Beispiel beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit<\/em>. Hat ihr schon mal einer die Fresse poliert, der Arbeitsminister zum Beispiel? Nat\u00fcrlich nicht, so war der Kampf nicht gemeint. Und der Krieg in S\u00fcdafrika auch nicht. Aber, was meinen die Regierenden wirklich?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Die s\u00fcdafrikanische Regierung hat einen War Room eingerichtet, f\u00fcr den War Against Poverty, den Krieg gegen die Armut. Eine Idee ganz nach dem Geschmack des Kollegen, den wir in Johannesburg besuchten. „Sie werden eine A-Bombe draufwerfen“, sagte er, „auf die Armut“. Auf Englisch klang das so: „They’ll nuke it.“ Nein, meinte ein anderer: „Gib ihr […]<\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-127","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesellschaft"],"yoast_head":"\n