baerentatze

Sprache in Gesellschaft und Geschäftsleben
Schon wieder Y2K

Montag 27 September 1999

Da Die Umstellung auf das neue Jahrtausend (Y2K) zahlreiche Fragen sowie eine Reihe blöder Antworten gebiert, suchten wir Spottolskis Rat.

Sind Sie auf den Jahrtausendwechsel vorbereitet?

Spottolski: Immer.

Wieso immer, rechnen Sie mit mehreren?

Spottolski: Mein Ahne, Sputmosis der Geknutschte, war bereits Proweider für Menuhoteps III. Da läppern sich die Millennien…

Sagten Sie Provider? Was hat Sputmosis progeweidet?

Spottolski: Dasselbe wie ich: Expertise für das ländliche Marketing.

Im alten Ägypten gab es Marketing?

Spottolski: Einiges war schon damals ein alter Hut. Neu ist nur die Sprache: zum Beispiel Customer Relations Management, so geile Worte gab’s nicht.

Sensationell, warum ist nicht mehr darüber bekannt?

Spottolski: Fragen Sie mal Ihren Kater, und lassen Sie „Willst Du was zu fressen?“ – Sie ahnen nicht, wie ihn das anödet! Wenn Sie stattdessen nach dem Sinn fragten, aber lassen wir das …

Aber warum ist nichts über das Marketing im alten Reich überliefert?

Spottolski: Wipe-out. Die Hieroglyphen wurden beim ersten Y2K versehentlich gelöscht. Da hatte sich ein trojanischer Dackel in die Datensicherung verbissen.

Trojanischer Dackel? Ich denke, das war’n Pferd?

Spottolski: Das war’n Dackel. Es gab Ärger, Troja wurde zerstört, die Datumsverbreitung hat bis heute nicht den Stand, den wir beim Pyramidenbau genossen.

Was hatten die Pyramiden mit Marketing zu tun?

Spottolski: Ein gigantisches Event, läuft immer noch.

Und der Jahrtausendwechsel, was sagt er Ihnen heute?

Spottolski: Hauptsache, das Dosenfutter ist gebunkert.

Und wie entwickelt sich das Marketing?

Spottolski: Solange es Märkte gibt, haben Kater zu tun. Es geht immer um dasselbe: Miezen, Macht und Mäuse.


Die Kommentarfunktion ist zur Zeit geschlossen.