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Sprache in Gesellschaft und Geschäftsleben
Lösungen à la Kater

Freitag 17 Februar 2017

Spottolski hat sich geautet. Keiner ahnt was Böses, plötzlich steht der Kater auf der Matte: „Warum sagt mir keiner was? Der Mann ist genial!“ brüllt er. „Er hat den Stein der Weisheit gefressen!“

Klima, wer braucht das schon? (Bild Fotolia)

Klima, wer braucht das schon? (Bild Fotolia)

Schnell schieben wir dem Kater einen Napf vor die Nase. Bei Thunfisch in Olivenöl hört er auf zu maulen, meistens, unser Spezialist für alles Ungewisse.

„Wer?“ frage ich vorsichtig. „Sehr gut,“ er leckt sich das Maul. „Der Typ mit den Muschis. Hat den Klimawandel abgeschafft.“ Wenn es ihn nicht gäbe, man müsste ihn erfinden. Nicht den Fisch, den Trump.

Dass wir nicht selber auf die Idee gekommen sind! Wir machen uns Gedanken, wie man dem Wandel beikommt, wir kommen auf die tollsten Lösungen – zu Zweit duschen, mehr kuscheln, solche Sachen – und schreiben dicke Bücher, damit Tonga nicht im Meer versinkt, und Hamburg, und Manhattan.

Dann kommt der Präsident der verunsicherten Staaten und tut was? „Unterschreibt ein Stück Papier!“ erklärt der Kater. Macht keine Faxen, schon hebt er den Blick und schreit: „Was noch? Bin gerade groß in Form.“

Was lernen wir daraus? Komplexe Probleme eignen sich für einfache Lösungen! Der Mann denkt gegen den Strich. Dazu nickt Spottolski und er senkt die Stimme: Als nächstes werde er die Krim abschaffen, und den Krebs. Der Trump. Das wisse er von den Miezen nebenan. Und die Kriminalität.

Aber nicht den Kreisverkehr, werfe ich ein. „Ich beanstande Dich,“ sagt Spottolski, „du unterschätzt den Mann. Apropos Krabben, die mit Mayonnaise, wenn ich bitten darf. Das wird man ja noch sagen dürfen!“

Wer in der Redaktion keinen Durchblick hat, braucht einen Kater.


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